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Wie überbrückt ihr die Hechschonzeit?
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12.01.19 12:59
Chris 

Wie überbrückt ihr die Hechschonzeit?

Angelt ihr auch an einem Vereinsgewässer und ertragt stoisch die auferlegte
Hechschonzeit bis weit in den Mai?

Wie ertragt ihr das, ohne seelischen Schaden zu nehmen?

Ich für meinen Teil stelle dann den heimischen Döbel nach, ein Fisch, der mit Hecht und Schleie meine anglerischen Anfänge geprägt hat.

Kaum ein Fisch eignet sich besser dazu die späten Wintermonate bis Ende März /April zu überbrücken.

1.) Der Döbel hat IMMER einen katholischen Appetit, da gibt es so wenige Ausnahmen, dass es sich nicht lohnt darüber nachzudenken, wann dies nicht der Fall ist.....glaubt mir, bei den Wasser- und Wetterbedingungen wollt ihr nicht am Wasser sein.

2.) Es gibt fast kein Gewässer, das keinen Döbel beherbergt. Ich ziehe kleine bis mittlere Bäche und Flüsse vor....schon alleine wegen des Romantikfaktors.Meinen PB hat ich allerdings im Main. Seen ohne Zu oder Abfluss lohnen sich nicht zu befischen.ICH würde mein Augenmerk auf ein Fliessgewässer der Barbenregion legen, es soll ja auch was in angemessener Zeit etwas passieren.

3.) Eine passende Rute nebst Barschrolle mit Mono findet sich auch bei jedem ernsthaften Angler, obwohl ich einigermaßen entsetzt bin, wieviel INSTANT FISHERMAN es gibt, die nur BC und Evergreens ihr Eigen nennen oder die kleinste Statioärrolle eine Big Pit nebst 3 lbs Carbonschwengel ist.
EIn Winkelpicker, leichte Feederrute oder selbst eine Shakespeare Polyestel Tele aus Glas verrichten vorzüglich ihre Dienste.Alles was nicht zu stramm ist und ausreichend lang zum Angeln und kurz genug zum Transportieren ist fängt.Also keine Entschuldigungen.

4.) An Kleinteilen braucht man eine Aterienklemme, Multitool, Döschen Bleischrot, verschiedene Laufbleie, Haken in der Größe 4,6,8 (ICH fische fast zu 100% nur die Grösse 6)

5.) Döbelköder sind Legion, meine Lieblinge sind die Weissbrotflocke (das Amerikan Toast von Aldi Süd) bei klarem oder nur leicht getrübte Wasser oder Frühstücksfleisch bei stärkerer Wassertrübung oder Hochwasser.Beide Köder im Streichholzschachtelformat, Döbel haben grosse Mäuler.

Wenn das alles zusammenkommt und einem die "böse" Frau Ausgang gewährt könne es ungefähr so kommen wie bei mir.

Ein Blick auf Wetteronline sagt Schneefall oder Regen aber auch steigende Temperaturen bis 7 Grad Celsius voraus.Heute aber ist es trocken, zugig und 2,5°C kalt.....Gut anziehen, lieber ein wenig mehr.
Der vertraute Bach fließt gemächlich, von Hochwasser keine Spur.Die Döbel können überall sein....oder auch nirgends .
Ich baue die 12ft. Rute mit butterweicher spitze auf, Vintagerolle mit 0,18mm Schnur ranschrauben und das Rig montieren.
Supersimpel, ein 3,5g Birnenblei zwei klemmbleie und in 30cm Entfernung auf der durchgehenden Schnur ein 6 er Haken.
Ich drücke den Widerhaken an, da fast immer Druck auf der Schnur ist und Aussteiger nicht zu befürchten sind.

Ich wollte heute mal etwas bequemer angeln und hatte einen Stuhl dabei und das kleine Kocherset.
Rute, kescher, und RutenHalter werden in eine unhookingmat mit Henkel eingeschlagen und so transportiert, die kleine Tacklebox geht da auch noch rein.

Erster wurf unter eine Erle in ca.1m tiefes Wasser......Leider gleich ein einem Ast hängen geblieben, der gut gear nt über dem Wasser hing.....Kacke.....Neu montieren....

Zweiter Wurf 5m unterhalb.Keine Minute vergeht und es gab ein paar Zupfer auf die Brotflocke... stärkerer Zupfer und Anhieb!
Nichts, einfach so vergeigt, ich hätte etwas länger warten dürfen....

Ich beködere neu und werfe nochmals an die Stelle, in der Hoffnung der Kerl hat mir das nicht über genommen.Prompt kommt
der Biss und ich bin im Drill.Der Widerstand verrät,dass es ein Guter ist und ich forciere das ganze etwas, Döbel nutzen jede chance in ein Hindernis zu flüchten, da hilft nur dagegenhalten.
Plopp, das blei durchbricht die Wasseroberfläche...Der Döbel ist weg, einfach weg,ausgestiegen , dank des angedrückten Widerhakens.

Wunden lecken, neu montieren, den Widerhaken trotzdem abdrücken, neu beködern und 50m weiter.
Es tut sich nichts...5min angeln, 10min angeln nichts , also weiter

Kaum eine Minute im Wasser zuppelt es.....Diesmal kommt der Fisch in den Kescher, eine Regenbogenforelle, die sich irgendwie verirrt hat, denn es werden nur bafos besetzt.

Nächster platz, die Finger sind eiskalt und es wird Zeit den Reaktor hochzufahren. Mann, ihr glaubt gar nicht, wie gut so eine Dosensuppe schmecken kann, und die Finger kann man auch daran wärmen.

Der neue platz bringt 3 kleine Döbel, ich ziehe weiter.
40m unterhalb hab ich in einem Pool nochmal zwei kleine Döbel......hm wo sind die Schönen?

Erstmal einen Espresso. ..dann wird es schon und anstatt hellwach zu sein verpasse ich den Hammer biss .
....nervös beflocke ich den Haken neu und bekomme schon beim ablegen der Rute den Folge biss.
Es geschieht, wie es kommen musste und auch dieser Fisch steigt aus, knapp gehabt und wütendes Kopfschütteln...Es war ein Guter.
ich beschließe den Tag

12.01.19 13:03
Chris 

Re: Wie überbrückt ihr die Hechschonzeit?

Sorry für den Doppelpost,,wollte noch Bilder einfügen, hat aber nicht geklappt.

LG Chris

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